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PORTUGAL IN EINIGEN ZEILEN

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Allgemeines
Portugal besitzt eine Fläche von 92.400 km² mit einer Einwohnerzahl von 10.100.000 Menschen. Die in den 200 Seemeilen beinhaltete 1793 km lange Küste stellt eine einmalige Wirtschaftszone für das Land dar.
Das BIP pro Kopf beträgt ca. 19.000€.

Politik
Nach dem Goldenen Zeitalter der Weltmacht während des 15. und 16. Jahrhunderts, verlor Portugal einen großen Teil seiner Reichtümer.

Das Erdbeben im Jahre 1755, in dem Lissabon zerstört wurde, die Invasionen Napoleons im Jahre 1807, die Unabhängigkeit Brasiliens on 1822 sowie das Ende der Monarchie im Jahre 1910, gefolgt von fast 60 Jahren unter der Gewalt von Zwangsregierungen haben zum Verlust des Glanzes Portugals auf dem weltweiten Schachbrett beigetragen.

1974 wurde die Diktatur durch einen militärischen Staatsstreich beendet, was auch das Ende des Kolonialregimes in Angola, Mozambique und Guinea bedeutete, um nur die wesentlichen Staaten zu nennen, die nach Unabhängigkeit strebten.

1985 tritt Portugal in die Europäische Gemeinschaft ein.

Das Staatsoberhaupt
Der Präsident der Republik ist der oberste Staatsmann der Republik, der durch einheitliche Wahlen gewählt wird. Ein Bundesrat mit beratender Funktion umgibt den Präsidenten.

Die Regierung
Geleitet durch einen, nach den Parlamentswahlen vom Präsidenten ernannten Premierminister. Der Vorsitzende der mehrheitlich gewählten Partei oder einer mehrheitlichen Koalition wird zum Premierminister ernannt.

Das Parlament
Eine Einkammerversammlung (Assembleia da República), die aus 230 Abgeordneten besteht. Diese werden durch Volkswahl mit dem System der Verhältniswahl gewählt. Die Legislaturperiode beträgt 4 Jahre.

Politische Parteien
Nicht alle Parteien sind im Parlament vertreten. Die am meisten gewählten Parteien sind die Sozialistische Partei und die Sozialdemokratische Partei. Diese beiden Parteien wechseln sich regelmäßig ab. Die Kommunistische Partei Portugals ist die an dritter Stelle im Parlament vertretene Partei (in der aktuellen Legislaturperiode 14 Abgeordnete), gefolgt von der Volkspartei (rechts) und dem Linken Block (links) sowie den Grünen.

Außenpolitik
Während des Zweiten Weltkriegs verhielt Portugal sich neutral, wandte sich jedoch im Kalten Krieg den westlichen Demokratien zu. Portugal gehört seit der NATO seit ihrer Gründung im Jahr 1949 an.
Seit dem Erlangen der Unabhängigkeit mehrerer früherer Kolonien hat Portugal sich bemüht, die Bedingungen für die Zugehörigkeit zur EWG zu erfüllen. Das Land unterhält sehr gute Beziehungen zu den wesentlichen früheren Kolonien: Angola und Mozambique.

Wirtschaft
Seit dem Eintritt in die EWG konnte die Wirtschaft Portugals große Fortschritte verzeichnen. Durch ausländische Investitionen wurde die Infrastruktur des Landes erheblich modernisiert.
Die herstellende Industrie, die über lange Zeit als Zulieferer betrachtet wurde, ist weniger produktiv als die der europäischen Nachbarländer. Die lokalen Behörden sollten sich so schnell wie möglich bemühen, die Ausbildung der Angestellten und Arbeiter sowie die Forschung und Entwicklung zu verbessern, um den Mehrwert der Produktion zu steigern. Das wirtschaftliche Wachstum lag während mehrerer Jahre über dem europäischen Durchschnitt, was jedoch heute nicht mehr der Fall ist.

Landwirtschaft
Auch heute sind noch mehr als 25% der arbeitenden Bevölkerung in der Landwirtschaft, und hauptsächlich bei der Erwirtschaftung von Weizen, Mais, Zitrusfrüchten, Obst und Wein, tätig. Dieser Sektor wurde im Laufe der letzten Jahre stark industrialisiert. Trotzdem importiert das Land weiterhin einen Großteil der Nahrungsmittel.

Industrie
Dieser Sektor wurde lange Zeit von der Textilindustrie dominiert, die augrund der Konkurrenz aus dem Fernen Osten und den nordafrikanischen Ländern an Bedeutung verloren hat. Die Schuh- und Automobilindustrie stellt den wesentlichen Teil des gesamten Exports dar. Auch Papier, Kork und Holzprodukte fallen bei den Exporten stark ins Gewicht.

Weiterhin sollten die in der Daten- und Kommunikationstechnologie arbeitenden Unternehmen erwähnt werden, die das staatliche Industrienetz verstärken. Durch direkte und wesentliche Auslandsinvestitionen hat dieser Sektor seit 1986 einen erheblichen Aufschwung erfahren.

Einige staatliche Industriegesellschaften wurden durch Auslandsinvestitionen in der Papier- und Verpackungsindustrie, in Industriemühlen und den Großhandel modernisiert.

Dienstleistungsindustrie
Fast ein Drittel der Bevölkerung arbeitet in diesem, stark vom Tourismus beherrschten Sektor. Durch die klimatischen Bedingungen, die Nähe (2-3 Flugstunden von den wichtigsten europäischen Hauptstädten entfernt) und die Kultur ist dieses Land ein beliebter und oft besuchter Ferienort, im Wesentlichen in der Nebensaison, wo der Tourismus qualitativ besser und dadurch rentabler ist. Nach einigen Enttäuschungen des so genannten „Massentourismus“ hat Portugal dies verstanden. Diese Wende findet zurzeit statt und hat hervorragende Perspektiven; außergewöhnliche, natürliche Voraussetzungen bestehen vor allem im ländlichen Bereich und hauptsächlich in der Region Alentejo, wo es noch viel zu tun gibt.

Transport
Das portugiesische Eisenbahnnetz ist nicht sehr dicht und beschränkt sich im Wesentlichen auf die Nord-Südachse. Die Städte im Inneren des Landes werden kaum angefahren und falls doch, so meistens nicht durch den Zug. Zu den großen Projekten der heutigen Regierung zählt die Ausführung der Verbindung Lissabon-Madrid durch den Hochgeschwindigkeitszug.

Die geringe Abdeckung durch den Zugtransport bewirkt eine Überfüllung des Straßenverkehrs, der jedoch dank des kürzlich erbauten Autobahnnetzes dennoch recht flüssig ist.

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